Musik: Die besten Songs 2013 – erste Jahreshälfte

30. Juni 2013 - Leave a Response

Und auch dieses Jahr wieder: Die schönsten, eingängigsten, mitreißensten, kurz die besten Songs der letzten sechs Monate.

Cold Cave God Made The World

Cold Cave – God Made The World
Wesley Eisold hat in seiner Jugend anscheinend sehr viel die Sisters Of Mercy gehört, klingt er doch auf seinem Projekt Cold Cave sehr nach dem 80er-Gothic-Rock der Engländer. Aber wie bei seinen Vorbildern in ihren besten Momenten sind seine Songs mitreißend, kraftvoll und eingängig. Und auf God Made The World zeigt er ein enormes Selbstbewusstsein: Gott hat vielleicht die Welt gemacht, aber er diesen Song. Für dich.

Chvrches Recover

Chvrches – Recover
Wie so viele aktuelle Electropop-Bands schulden auch die drei Schotten von Chvrches eine Menge der schwedischen Über-Band The Knife und deren visionären Album Silent Shout. Zwar ist ihr musikalischer Ansatz heller und poppiger als bei ihren Vorbildern, Lauren Mayberrys Texte aber sind es nicht, wie bei dieser emotional vorgetragenen letzten Chance für einen Lover.

Daft Punk Get Lucky

Daft Punk – Get Lucky (feat. Pharell)
Der Sommerhit des Jahres kommt von ein paar alten Helden, denen man zwar ehrlich gesagt immer noch große Musik, aber keinen Pop-Radio-Hit mehr zugetraut hätte. Aber das funky-tanzbare Get Lucky begeistert einfach jeden, und war absolut zurecht an der Spitze fast aller relevanten Charts.
Die längere, musikalisch reichere Album-Version ist der Single absolut vorzuziehen.

Disclosure AlunaGeorge White Noise

Disclosure – White Noise (feat. AlunaGeorge)
Disclosure sind das aktuell heißeste Ding in englischer Tanzmusik, obwohl ihr Sound sich wie eine Mischung aus dem House der 90er und dem Pop von Artful Dodger um die Jahrtausendwende anhört. Aber die Musik auf ihrem Debüt Settle ist tanzbar, eingängig und perfekt produziert. Für die tolle Single White Noise holten sich die beiden Brüder die Sängerin Aluna Francis ins Studio, nach eigener Aussage ein „popstar in training“ und Hälfte des Duos AlunaGeorge.

Dornik Something About You

Dornik – Something About You
Der Tourdrummer von Jessie Ware durfte schon auf deren Konzerten seine äußerst angenehme Stimme präsentieren, als er den Sampha-Ersatz für das Duett Valentine gab. Seine Debüt-Single überrascht trotzdem: Der slicke, entspannte Beat klingt nach kalifornischen Swimmingpools, Dornik singt darauf wie der junge Michael Jackson.

James Blake Retrograde

James Blake – Retrograde
Nachdem die beiden bekanntesten Songs seines erfolgreichen Debüts Coverversionen waren, wollte der englische Ausnahme-Musiker beweisen, dass er auch selbst eine große Single schreiben kann. Das Ziel hat er locker gerissen, Retrograde ist nicht nur sein bester Song, sondern der bis jetzt beste Song des Jahres. Auf einer für ihn typischen Mischung aus Klavier und progressiven Electro-Sounds singt der ehemalige Electrofrickler James Blake als wäre er D’Angelo.

Jai Paul

Jai Paul – Str8 Outta Mumbai
Jay Paul ist eine Enigma, der Londoner gibt nahezu nichts über sich preis und hat in den letzten drei Jahren exakt zwei Songs veröffentlicht. Die waren aber so brillant, dass eine stetig wachsende Fangemeinde sehnsüchtig auf mehr hofft.
Im Frühjahr erschien dann urplötzlich ein Album von ihm, welches aber schon zwei Tage später wieder zurückgezogen wurde. Aber darauf waren einige Pop-Perlen, oft noch in einem sehr unfertigen Zustand. Das Highlight Str8 Outta Mumbai ist RnB mit ADHS, hektisch, mitreißend und begeisternd.

Justin-Timberlake The 20/20 Experience

Justin Timberlake – Strawberry Bubblegum
Ein Popsong wie in den 50ern: Glückliche Liebe und Kaugummi-Metaphern. Die Musik dazu ist natürlich etwas moderner, vor allem aber extrem eingängig. Ein Mitsing-Song für glücklich Verliebte. Zum Probehören hab ich leider nur einen (guten) TV-Auftritt gefunden, aber holt euch zum Anhören doch einfach das Album, es lohnt sich.

Kanye West Yeezus

Kanye West – New Slaves
Das neue Album des HipHop-Superstars enthält praktisch nichts, was man als radiotauglich oder hitverdächtig bezeichnen könnte, so sehr hat West seine Vision von Musik durchgezogen. Auf New Slaves ist er wütend über den Stand der Schwarzen in den USA, und so hört sich der Track auch an: Aggressiv und düster. Bis sich am Ende der Druck durch ein perfekt eingesetztes obskures Sample und den wie immer bezaubernden Frank Ocean löst.

Mount Kimbie Cold Spring Faultless Youth

Mount Kimbie – Made To Stray
Die beiden Engländer von Mount Kimbie stehen sonst eher für verkopftes Electro-Gefrickel, aber die erste Single ihres zweiten Albums Cold Spring Faultless Youth entwickelt sich nach ruhigen Beginn fast zum Popsong, komplett mit Lyrics zum Mitsingen.

Street Art: Liebe in Betonfassaden

28. Juni 2013 - Leave a Response

Street Art El Bocho Citizen Berlin

El Bocho war mal wieder unterwegs, und neben Tina Berlina und viel Little Lucy gab es auch wieder zwei Bilder aus seiner Citizen-Serie, die mir so gut gefällt. Beide hängen außen am RAW in der Revaler Straße.

Street Art El Bocho Citizen Berlin

Musik: Moderat – Bad Kingdom

28. Juni 2013 - Leave a Response

Moderat II

Moderat sind zurück! Vier Jahre nach dem ersten gemeinsamen Albums der Berliner Technohelden Modeselektor mit Sascha Ring aka Apparat erscheint am 2. August das eher spartanisch betitelte Moderat II. Heute erschien die erste Single der Platte: Bad Kingdom ist ein eingängiger Popsong auf einem basslastigen Beat. Das hypnotische Video erzählt in tollen, gezeichneten Bildern eine Geschichte von Gier und fehlender Moral.

Street Art: Fliegenpilz

27. Juni 2013 - Leave a Response

Street Art Berlin

Dieser fröhliche Fliegenpilz hängt an der Warschauer Brücke im Berliner Friedrichshain. Der Künstler ist SoPe.

Musik: The Weeknd – Kiss Land

26. Juni 2013 - Eine Antwort

The Weeknd Kiss Land

The Weeknd war von Anfang an ein gut durchgeplantes Projekt, nach den drei kostenlosen Mixtapes von 2011 mit anschließenden Blog-Hype und deren Wiederveröffentlichung als Trilogy im letzten Jahr soll nun mit dem ersten „richtigen“ Album der kommerzielle Durchbruch gelingen. Die erste Single und Titelsong von Kiss Land schwirrt schon seit ein paar Wochen durch das Netz, heute erschien das offizielle Musikvideo.
Und man weiß nicht recht, was man davon halten soll: Der Beat ist ganz cool, der Gesang souverän wie immer, aber eigentlich hatte Abel Tesfaye zu seinen legendären Mixtapes bisher nichts mehr hinzuzufügen. So ist zu befürchten, dass das Album nur eine etwas massentauglichere Version seines bisherigen Sounds wird. Und das Video ist auch nur eine recht fade Porno-Provokation, notdürftig ein bisschen auf Kunst gemacht. Musikalisch ist die fast acht Minuten lange Album-Version etwas interessanter, auch kommt dort das Sample aus einem meiner Lieblingslieder viel besser zur Geltung: La Ritournelle von Sébastien Tellier.

Musik: Washed Out – Don’t Give Up

25. Juni 2013 - Leave a Response

Washed Out Paracosm

Ein Parakosmos ist eine Fantasiewelt, wie sie sich Kinder oder Jugendliche manchmal erschaffen. Falls sich Ernest Greene jemals eine solche Welt ausgedacht hat, dann war in dieser bestimmt immer Sommer, so wie in der Musik, die er seit 2009 unter dem Namen Washed Out veröffentlicht.
In diesem Jahr erscheint sein zweites Album und er hat es Paracosm genannt, es ist bestimmt wieder voll von entspannten kleinen Popperlen wie Don’t Give Up. Und wenn es anscheinend schon wieder keinen Sommer gibt, dann muss uns halt die Musik retten.

Street Art: Tina Berlina

25. Juni 2013 - Leave a Response

Street Art Berlin El Bocho

Der neue Charakter des wahrscheinlich aktivsten Berliner Straßenkünstlers El Bocho ist genau die richtige Antwort auf die ganzen „Touristen fisten“-Idioten. Gefunden am Ostkreuz und in der Revaler Straße.

Street Art Berlin El Bocho

Street Art: Urben Angels

24. Juni 2013 - Leave a Response

Berlin Street Art Urben

Die Engel des Berliner Künstlers Urben fliegen an der Warschauer Brücke recht tief. Wahrscheinlich wird es bald regnen.

Musik: Drake – The Motion (feat. Sampha) [+Download]

23. Juni 2013 - Leave a Response

Drake The Motion

Das dritte Album des kanadischen Sängers und Rappers Drake rückt näher, Nothing Was The Same soll am 17. September erscheinen. Gestern veröffentlichte er auf seiner Soundcloud-Seite vier neue Tracks. Das Highlight ist The Motion, ein eher ruhiger, introspektiver Track auf einem schönen Beat. Und der britische Ausnahmesänger Sampha, bekannt vor allem durch seine Songs mit SBTRKT, darf viel zu wenig Vocals zu dem Track beisteuern.
Wie so oft bei Drake (und eher selten für Major Label-Künstler mit zwei Billboard-Nummer-1-Alben) gibt es den Track als kostenlosen Download.

Street Art: Goddess

21. Juni 2013 - Eine Antwort

Street Art Berlin

Eine Frühlingsgöttin in Hausgröße in der Wollankstraße in Pankow.