Archive for the ‘Helden’ Category

Helden: MCA
5. Mai 2012

Adam Yauch MCA

Der „Beastie Boy“ Adam Yauch aka MCA starb gestern im Alter von nur 47 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.
Er war Teil des unwahrscheinlichen Aufstiegs von drei weißen Jungs aus gutem Hause zu einer der größten HipHop-Gruppen seiner Epoche, mit über 40 Millionen verkauften Alben. Im Alter wurden sie zunehmend politischer, Yauch engagierte sich für Tibet und produzierte Independent-Filme. Im letzten Jahr erschien noch das wegen seiner Erkrankung lange verschobene siebte Album Hot Sauce Committee Part Two, welches dann wohl das letzte Album der drei Jungs aus New York City bleiben wird.
Leider sind bei Youtube alle klassischen Beastie Boys-Video gesperrt,  so dass ich hier nichts einbinden kann. Aber mit etwas suchen findet man sie alle: von Fight For Your Right über Sure Shot und Sabotage bis hin zu Intergalactic.

Helden: DJ Mehdi (1977 – 2011)
13. September 2011

DJ Mehdi

Heute Nacht verstarb der Pariser DJ und Produzent Mehdi Favéris-Essadi, besser bekannt als DJ Mehdi, bei einem Unfall.
Er begann in den 90ern als Produzent für verschiedene französische HipHop-Gruppen und war ab 2006 Teil von Ed Banger, dem spannendsten Techno-Label der letzten Dekade. Während seine Kollegen wie Feadz oder Mr. Oizo den Electro prägten und musikalisch gern mal die Brechstange heraus holten, hatte Mehdis Musik meist einen ruhigeren Ansatz. HipHop-Beats, Pop, Techno und Soul vermischten sich zu einer einzigartigen Melange. Als DJ legte er aber auch gern mal härtere Sachen auf und konnte damit einen Techno-Dancefloor zum Moshen bringen, wie ich es vor ein paar Jahren bei einem brillianten Set im Berliner Club Icon erleben durfte. Er wird der Musikwelt fehlen.



[vimeo http://www.vimeo.com/11652427]

Helden: Gil Scott-Heron (1949 – 2011)
28. Mai 2011

Gil Scott-Heron

Am gestrigen Freitag starb der Soul-Sänger und Spoken-Word-Poet nach einer Krankheit, die er sich auf einer Europa-Reise zugezogen hatte, in einem Krankenhaus in New York. Scott-Heron gilt mit Songs wie The Revolution Will Not Be Televised als einer der Wegbereiter des HipHop und feierte nach Drogenproblemen und Gefängnisaufenthalten im letzten Jahr ein beeindruckendes Comeback mit dem Album „I’m New Here“, welches Anfang 2011 auch die Basis für das großartige Remixalbum von Jamie XX war.

[vimeo http://vimeo.com/5571286] [vimeo http://www.vimeo.com/24348869] [vimeo http://www.vimeo.com/11300196]

Helden: Nate Dogg (1969 – 2011)
17. März 2011

Nate Dogg

Am Dienstag, dem 15. März, starb der amerikanische Sänger Nathaniel Dwayne Hale, besser bekannt als Nate Dogg, im Alter von 41 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes. Er hatte ein paar nicht mal unerfolgreiche Soloalben, war aber vor allem für seine Arbeit mit einigen der bekanntesten Rapper der 90er und 00er Jahre bekannt. Größen wie Dr. Dre, Snoop Dogg, Eminem oder Mos Def vertrauten dem Pastorensohn die Hooks ihrer Songs an, damit er ihnen mit seiner fabelhaften Stimme den Soul verlieh.

Aber bei all den Rapgrößen, dass erste Mal hörte ich ihn auf diesem, heute etwas peinlichen 90er-Hit:

Und hier sein größter Solo-Hit:

Helden: John Barry (1933 – 2011)
1. Februar 2011

From Russia with Love James Bond John Barry

Am Sonntag verstarb der englische Filmkomponist John Barry im Alter von 77 Jahren. Barry war vor allem für den Soundtrack der James Bond-Reihe bekannt, von From Russia With Love im Jahre 1963 bis zu The Living Daylights 1987 war er für den Score der Reihe verantwortlich. Er prägte den coolen Sound der Serie, der sicher auch stark zum Erfolg des Geheimagenten beitrug, wie auch die von ihm geschriebenen Titelsongs wie Goldfinger oder A View To A Kill. Nur das berühmteste Stück Musik der Filmserie, das James Bond Theme, stammte nicht aus seiner Feder, er war aber bereits an der Entstehung beteilgt.
Barrys Arbeit beeinflusste Generationen von Soundtrack-Komponisten, und in den 90ern gab es eine Reihe von Electronic-Künstlern, die ihn als Einfluss zählten und die Musik durch Samples, Coverversionen und Remixe aktualisierten. Aber eigentlich will man die Stücke so hören, wie sie in den 60ern und 70ern aufgenommen wurden, so großartig orchestriert und gesungen wie Diamonds Are Forever:

Und da er das originale Theme nicht geschrieben hatte, schuf er einfach ein eigenes, besseres:

Helden: John Hughes R.I.P.
8. August 2009

Am 6. August starb der amerikanische Regisseur, Drehbuchschreiber und Produzent John Hughes im Alter von 59 Jahren an einem Herzinfarkt. John Hughes brachte der Welt in den 80er Jahren die besten Teenager-Filme aller Zeiten, ästhetisch sehr in der Epoche verwurzelt, aber thematisch zeitlos. Erste Liebe, das Suchen nach Anschluss und dem Platz im Leben, Albernheiten und ernste Probleme waren seine Themen, und er verband sie mühelos zu unterhaltsamen und trotzdem intelligenten Filmen. Er führte Regie beim Schulschwänzer-Epos Ferris macht blau, der Proto-Nerd-Komödie Weird Science und dem größten aller Teenager-Filme, The Breakfast Club. Dazu schrieb er das Drehbuch zu Pretty In Pink und Ist sie nicht wunderbar.

Später verkaufte er leider sein Talent mit Drehbüchern zu Filmen wie „Kevin – Allein zu Haus“ oder „Ein Hund namens Beethoven“ mit ihren 34 Fortsetzungen.

Zum Gedenken tanzen wir mit Ferris…

…und überlassen zwei anderen Helden das letzte Wort: