Musik: Die besten Songs 2013 – erste Jahreshälfte

Und auch dieses Jahr wieder: Die schönsten, eingängigsten, mitreißensten, kurz die besten Songs der letzten sechs Monate.

Cold Cave God Made The World

Cold Cave – God Made The World
Wesley Eisold hat in seiner Jugend anscheinend sehr viel die Sisters Of Mercy gehört, klingt er doch auf seinem Projekt Cold Cave sehr nach dem 80er-Gothic-Rock der Engländer. Aber wie bei seinen Vorbildern in ihren besten Momenten sind seine Songs mitreißend, kraftvoll und eingängig. Und auf God Made The World zeigt er ein enormes Selbstbewusstsein: Gott hat vielleicht die Welt gemacht, aber er diesen Song. Für dich.

Chvrches Recover

Chvrches – Recover
Wie so viele aktuelle Electropop-Bands schulden auch die drei Schotten von Chvrches eine Menge der schwedischen Über-Band The Knife und deren visionären Album Silent Shout. Zwar ist ihr musikalischer Ansatz heller und poppiger als bei ihren Vorbildern, Lauren Mayberrys Texte aber sind es nicht, wie bei dieser emotional vorgetragenen letzten Chance für einen Lover.

Daft Punk Get Lucky

Daft Punk – Get Lucky (feat. Pharell)
Der Sommerhit des Jahres kommt von ein paar alten Helden, denen man zwar ehrlich gesagt immer noch große Musik, aber keinen Pop-Radio-Hit mehr zugetraut hätte. Aber das funky-tanzbare Get Lucky begeistert einfach jeden, und war absolut zurecht an der Spitze fast aller relevanten Charts.
Die längere, musikalisch reichere Album-Version ist der Single absolut vorzuziehen.

Disclosure AlunaGeorge White Noise

Disclosure – White Noise (feat. AlunaGeorge)
Disclosure sind das aktuell heißeste Ding in englischer Tanzmusik, obwohl ihr Sound sich wie eine Mischung aus dem House der 90er und dem Pop von Artful Dodger um die Jahrtausendwende anhört. Aber die Musik auf ihrem Debüt Settle ist tanzbar, eingängig und perfekt produziert. Für die tolle Single White Noise holten sich die beiden Brüder die Sängerin Aluna Francis ins Studio, nach eigener Aussage ein „popstar in training“ und Hälfte des Duos AlunaGeorge.

Dornik Something About You

Dornik – Something About You
Der Tourdrummer von Jessie Ware durfte schon auf deren Konzerten seine äußerst angenehme Stimme präsentieren, als er den Sampha-Ersatz für das Duett Valentine gab. Seine Debüt-Single überrascht trotzdem: Der slicke, entspannte Beat klingt nach kalifornischen Swimmingpools, Dornik singt darauf wie der junge Michael Jackson.

James Blake Retrograde

James Blake – Retrograde
Nachdem die beiden bekanntesten Songs seines erfolgreichen Debüts Coverversionen waren, wollte der englische Ausnahme-Musiker beweisen, dass er auch selbst eine große Single schreiben kann. Das Ziel hat er locker gerissen, Retrograde ist nicht nur sein bester Song, sondern der bis jetzt beste Song des Jahres. Auf einer für ihn typischen Mischung aus Klavier und progressiven Electro-Sounds singt der ehemalige Electrofrickler James Blake als wäre er D’Angelo.

Jai Paul

Jai Paul – Str8 Outta Mumbai
Jay Paul ist eine Enigma, der Londoner gibt nahezu nichts über sich preis und hat in den letzten drei Jahren exakt zwei Songs veröffentlicht. Die waren aber so brillant, dass eine stetig wachsende Fangemeinde sehnsüchtig auf mehr hofft.
Im Frühjahr erschien dann urplötzlich ein Album von ihm, welches aber schon zwei Tage später wieder zurückgezogen wurde. Aber darauf waren einige Pop-Perlen, oft noch in einem sehr unfertigen Zustand. Das Highlight Str8 Outta Mumbai ist RnB mit ADHS, hektisch, mitreißend und begeisternd.

Justin-Timberlake The 20/20 Experience

Justin Timberlake – Strawberry Bubblegum
Ein Popsong wie in den 50ern: Glückliche Liebe und Kaugummi-Metaphern. Die Musik dazu ist natürlich etwas moderner, vor allem aber extrem eingängig. Ein Mitsing-Song für glücklich Verliebte. Zum Probehören hab ich leider nur einen (guten) TV-Auftritt gefunden, aber holt euch zum Anhören doch einfach das Album, es lohnt sich.

Kanye West Yeezus

Kanye West – New Slaves
Das neue Album des HipHop-Superstars enthält praktisch nichts, was man als radiotauglich oder hitverdächtig bezeichnen könnte, so sehr hat West seine Vision von Musik durchgezogen. Auf New Slaves ist er wütend über den Stand der Schwarzen in den USA, und so hört sich der Track auch an: Aggressiv und düster. Bis sich am Ende der Druck durch ein perfekt eingesetztes obskures Sample und den wie immer bezaubernden Frank Ocean löst.

Mount Kimbie Cold Spring Faultless Youth

Mount Kimbie – Made To Stray
Die beiden Engländer von Mount Kimbie stehen sonst eher für verkopftes Electro-Gefrickel, aber die erste Single ihres zweiten Albums Cold Spring Faultless Youth entwickelt sich nach ruhigen Beginn fast zum Popsong, komplett mit Lyrics zum Mitsingen.

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