Musik: Die besten Alben 2012

Hier die 10 besten Alben des Jahres:

Burial – Kindred EP
Burial macht seit einigen Jahren tolle Musik, aber man gewöhnt sich selbst an höchste Qualität. So war die letztjährige Street Halo EP immer noch gut, aber wenig überraschend oder begeisternd. Das hat der Künstler anscheinend selbst erkannt und sich mit der Kindred EP zwar nicht neu erfunden, aber seinen Sound doch deutlich verändert, ohne sich selbst untreu zu werden. Und plötzlich bin ich wieder so begeistert wie beim ersten Hören von Archangel.

Kindred
Loner
Ashtray Wasp

Chromatics – Kill For Love
Das zweite Album der Chromatics entstand in über fünf Jahren Arbeit, und das merkt man: Kill For Love wurde ein 90-minütiges Meisterwerk mit 17 Tracks zwischen Popsong und Soundtrack. Ein Album wie ein amerikanisches Roadmovie, voll schweigsamer Nachtfahrten und dem Ende einer Liebe.

Kill For Love
These Streets Will Never Look The Same
Candy

Crystal Castles III

Crystal Castles – III
„Every song we write is bleak“ hieß es damals aus dem Studio, als Crystal Castles ihre wieder einmal pragmatisch betitelte dritte Platte aufnahmen. Und tatsächlich ist vieles auf III düster. Trotzdem macht es Spaß, dieses Album zu hören, denn keine Band bekommt den Sound zwischen Pop, Gothic, Geschrei und Techno besser hin als die beiden Kanadier.

Plague [DOWNLOAD]
Kerosene
Sad Eyes

El-P – Cancer 4 Cure
Auf Ballerbeats aus eigener Produktion rappt der Altmeister des Alternative Raps eine wilde Mischung aus Paranoia, Polemik, Popkultur-Anspielungen und dystopischer Zukunftsvision. Eine Platte wie ein Cyberpunk-Roman.

The Full Retard [DOWNLOAD]
For My Upstairs Neighbor (Mums The Word)
4$ Vic/FTL (Me And You)

Jessie Ware – Devotion
Das Debütalbum der 28-jährigen Londonerin ist reiner Soul, aber nicht retro wie Amy Winehouse & Co., sondern vorwärts gewandt und tief in der aktuellen UK-Bass-Szene verwurzelt. Perfekt produziert und von ihrer famosen Stimme getragen,  ist Devotion von Anfang bis Ende ein Triumphzug von solch hoher Qualität, dass es mir schwerfällt die Platte auf drei Hörbeispiele zu reduzieren. Das beste Album des Jahres muss man unbedingt komplett hören!

Running
Sweet Talk
110%

Kendrick Lamar – Good Kid, m.A.A.d City
Das wohl ambitionierteste Albumprojekt des Jahres stammt aus dem Genre, in dem man wohl am allerwenigsten ein Konzept-Album vermuten würde. Ausnahmerapper Kendrick Lamar verbindet auf seinem offiziellen Debüt 90er-West-Coast-Gangsta-Rap und aktuelle Beats zu einem beeindruckenden Portrait seiner Jugend in einem der verrufensten Städte Amerikas: Der L.A.-Vorstadt Compton.
Und selbst der Kopfhörer-Produzent Dr Dre lässt sich zu einem Feature herab. Um sich dann von der Jugend gnadenlos seine Grenzen aufzeigen zu lassen.

The Art Of Peer Pressure
Swimming Pools (Drank)
Compton (feat. Dr Dre)

Me And My Drummer – The Hawk, The Beak, The Prey
Das neben Jessie Ware vielversprechenste Debüt 2012 stammt von einer deutschen Band: Me And My Drummer machen mit Schlagzeug und Keyboard prächtigen, atmosphärischen Pop. Und über allem thront der großartige Gesang von Charlotte Brandi. Manchmal merkt man, dass die Band ihren Sound noch nicht 100-prozentig gefunden hat, aber neben der Übersingle You’re A Runner gibt es eine Reihe weiterer überzeugender Songs:

Phobia
Don’t Be So Hot
Heavy Weight

Purity Ring Shrines

Purity Ring – Shrines
Das kanadische Duo Purity Ring veröffentlichte nach einigen vielversprechenden Singles diesen Sommer endlich ihr Debütalbum Shrines. Die Texte der Sängerin Megan James scheinen direkt von den Albträumen ihrer Kindheit inspiriert zu sein, darunter legt der Produzent Corin Roddick dunkle, aber extrem eingängige Synthie-Melodien. Das ganze erinnert ein wenig an das visionäre schwedische Duo The Knife, ohne aber bloße Kopie zu sein.

Fineshrine
Saltkin
Lofticries

Sebastién Tellier – My God Is Blue
Der französische Sänger mit dem Jesus-Bart und der leichten Klatsche überzeugt auch 2012 auf seinem mittlerweile sechsten Album mit seiner Mischung aus Pop, Electronic, Chanson und ganz viel Charisma.

The Colour Of Your Mind
Chochon Ville
Russian Attractions

The XX – Coexist
Die lang erwartete zweite Platte der drei Londoner ist noch reduzierter und minimalistischer als das sehr reduzierte und minimalistische 2009er-Debütalbum. Das hat nicht jedem gefallen, zeigt aber wieder, dass es keine andere Band gibt, die mit so wenigen Tönen so viele Emotionen freilegen kann. Bestechend auch der Gesang von Romy Madley Croft und besonders Oliver Sim, der sich als Sänger noch einmal gesteigert hat. Angels ist der beste Song des Jahres, aber auch der Rest der Platte überzeugt:

Chained
Reunion
Sunset

2 Antworten

  1. […] steht seit 2005 für qualitativ hochwertige elektronische Musik, mit der letztjährigen Kindred EP hatte er sich noch einmal selbst übertroffen. Und in den letzten Tagen von 2012 schob er […]

  2. […] Ware war für mich die Newcomerin 2012, ihr wunderschönes Debüt Devotion kürte ich sogar zum besten Album des letzten Jahres. Seitdem ist noch einiges passiert, die Dame steht mittlerweile kurz vor dem Durchbruch in den […]

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