Archive for Dezember 2012

Musik: Die besten Alben 2012
30. Dezember 2012

Hier die 10 besten Alben des Jahres:

Burial – Kindred EP
Burial macht seit einigen Jahren tolle Musik, aber man gewöhnt sich selbst an höchste Qualität. So war die letztjährige Street Halo EP immer noch gut, aber wenig überraschend oder begeisternd. Das hat der Künstler anscheinend selbst erkannt und sich mit der Kindred EP zwar nicht neu erfunden, aber seinen Sound doch deutlich verändert, ohne sich selbst untreu zu werden. Und plötzlich bin ich wieder so begeistert wie beim ersten Hören von Archangel.

Kindred
Loner
Ashtray Wasp

Chromatics – Kill For Love
Das zweite Album der Chromatics entstand in über fünf Jahren Arbeit, und das merkt man: Kill For Love wurde ein 90-minütiges Meisterwerk mit 17 Tracks zwischen Popsong und Soundtrack. Ein Album wie ein amerikanisches Roadmovie, voll schweigsamer Nachtfahrten und dem Ende einer Liebe.

Kill For Love
These Streets Will Never Look The Same
Candy

Crystal Castles III

Crystal Castles – III
„Every song we write is bleak“ hieß es damals aus dem Studio, als Crystal Castles ihre wieder einmal pragmatisch betitelte dritte Platte aufnahmen. Und tatsächlich ist vieles auf III düster. Trotzdem macht es Spaß, dieses Album zu hören, denn keine Band bekommt den Sound zwischen Pop, Gothic, Geschrei und Techno besser hin als die beiden Kanadier.

Plague [DOWNLOAD]
Kerosene
Sad Eyes

El-P – Cancer 4 Cure
Auf Ballerbeats aus eigener Produktion rappt der Altmeister des Alternative Raps eine wilde Mischung aus Paranoia, Polemik, Popkultur-Anspielungen und dystopischer Zukunftsvision. Eine Platte wie ein Cyberpunk-Roman.

The Full Retard [DOWNLOAD]
For My Upstairs Neighbor (Mums The Word)
4$ Vic/FTL (Me And You)

Jessie Ware – Devotion
Das Debütalbum der 28-jährigen Londonerin ist reiner Soul, aber nicht retro wie Amy Winehouse & Co., sondern vorwärts gewandt und tief in der aktuellen UK-Bass-Szene verwurzelt. Perfekt produziert und von ihrer famosen Stimme getragen,  ist Devotion von Anfang bis Ende ein Triumphzug von solch hoher Qualität, dass es mir schwerfällt die Platte auf drei Hörbeispiele zu reduzieren. Das beste Album des Jahres muss man unbedingt komplett hören!

Running
Sweet Talk
110%

Kendrick Lamar – Good Kid, m.A.A.d City
Das wohl ambitionierteste Albumprojekt des Jahres stammt aus dem Genre, in dem man wohl am allerwenigsten ein Konzept-Album vermuten würde. Ausnahmerapper Kendrick Lamar verbindet auf seinem offiziellen Debüt 90er-West-Coast-Gangsta-Rap und aktuelle Beats zu einem beeindruckenden Portrait seiner Jugend in einem der verrufensten Städte Amerikas: Der L.A.-Vorstadt Compton.
Und selbst der Kopfhörer-Produzent Dr Dre lässt sich zu einem Feature herab. Um sich dann von der Jugend gnadenlos seine Grenzen aufzeigen zu lassen.

The Art Of Peer Pressure
Swimming Pools (Drank)
Compton (feat. Dr Dre)

Me And My Drummer – The Hawk, The Beak, The Prey
Das neben Jessie Ware vielversprechenste Debüt 2012 stammt von einer deutschen Band: Me And My Drummer machen mit Schlagzeug und Keyboard prächtigen, atmosphärischen Pop. Und über allem thront der großartige Gesang von Charlotte Brandi. Manchmal merkt man, dass die Band ihren Sound noch nicht 100-prozentig gefunden hat, aber neben der Übersingle You’re A Runner gibt es eine Reihe weiterer überzeugender Songs:

Phobia
Don’t Be So Hot
Heavy Weight

Purity Ring Shrines

Purity Ring – Shrines
Das kanadische Duo Purity Ring veröffentlichte nach einigen vielversprechenden Singles diesen Sommer endlich ihr Debütalbum Shrines. Die Texte der Sängerin Megan James scheinen direkt von den Albträumen ihrer Kindheit inspiriert zu sein, darunter legt der Produzent Corin Roddick dunkle, aber extrem eingängige Synthie-Melodien. Das ganze erinnert ein wenig an das visionäre schwedische Duo The Knife, ohne aber bloße Kopie zu sein.

Fineshrine
Saltkin
Lofticries

Sebastién Tellier – My God Is Blue
Der französische Sänger mit dem Jesus-Bart und der leichten Klatsche überzeugt auch 2012 auf seinem mittlerweile sechsten Album mit seiner Mischung aus Pop, Electronic, Chanson und ganz viel Charisma.

The Colour Of Your Mind
Chochon Ville
Russian Attractions

The XX – Coexist
Die lang erwartete zweite Platte der drei Londoner ist noch reduzierter und minimalistischer als das sehr reduzierte und minimalistische 2009er-Debütalbum. Das hat nicht jedem gefallen, zeigt aber wieder, dass es keine andere Band gibt, die mit so wenigen Tönen so viele Emotionen freilegen kann. Bestechend auch der Gesang von Romy Madley Croft und besonders Oliver Sim, der sich als Sänger noch einmal gesteigert hat. Angels ist der beste Song des Jahres, aber auch der Rest der Platte überzeugt:

Chained
Reunion
Sunset

Stadt: Alex
28. Dezember 2012

P1020159

Blick vom Bahnhof Alexanderplatz auf die namenlose Freifläche südlich davon, inklusive Rotem Rathaus, Weihnachtsmarkt, Dom, Fernsehturm und der Baustelle des Alea 101.

Stadt: Prinzenstraße
28. Dezember 2012

Berlin Prinzenstraße

Verkehrsgünstige und farbenfrohe Wohnlage am U-Bahnhof Prinzenstraße.

Musik: Die besten Songs 2012 – zweite Jahreshälfte
23. Dezember 2012

Das war’s dann bald mit 2012. Musikalisch eher ein ereignisloses Jahr, keine neuen Trends und wenig überzeugende Newcomer. Trotzdem wurde wieder viel gute Musik gemacht. Hier sind die besten Tracks der zweiten Jahreshälfte:

Aaliyah Drake Enough Said

Aaliyah – Enough Said
Drake ist einer der größten Fans Aaliyahs, und da er nach zwei US-Nummer-1-Alben auch sehr reich ist, hat er sich die Rechte an bisher unveröffentlichten Aufnahmen der 2001 viel zu früh verstorbenen RnB-Sängerin gesichert und zusammen mit seinem Hausproduzenten Noah „40“ Shebib einen Track daraus gebastelt. Drakes eigener Rap darauf ist nicht gerade einer seiner besten, zum Glück gibt es auch eine Version ohne ihn.

Bloc Party Four

Bloc Party – The Healing
Mit Bloc Partys Comeback-Album Four bin ich nicht wirklich warm geworden, aber einige gute Songs sind darauf. Der beste ist The Healing, eine von Frontmann Kele Okereke schön gesungene Ballade.

Jeremih Late Nights

Jeremih – 773 Love [DOWNLOAD]
Der amerikanische Rnb-Sänger Jeremih versuchte mit dem kostenlosen und größtenteils gelungenen Mixtape Late Nights With Jeremih, seine etwas ins Stocken gekommene Karriere wieder anzukurbeln. Highlight 773 Love ist Balzgesang auf einem modern-minimalistischen Beat.

Jessie Ware Devotion

Jessie Ware – Something Inside
Die Engländerin Jessie Ware veröffentlichte im Sommer ihr Debütalbum Devotion, eine Platte voll mit wunderschönen Pop. Der letzte Song ist der Beste: Eine tolle, warme Ballade mit großartigem Gesang.

Kavinsky Roadgame

Kavinsky – Protovision
Der Franzose Kavinsky veröffentlicht nicht viel Musik, gerade mal zwei EPs und eine Single in den letzten sechs Jahren. Aber die waren voll mit perfekter elektronischer Musik, inspiriert von 80er-Serien-Soundtracks und schnellen Autos. 2013 soll sein Debütalbum Outrun erscheinen, die erste Single ist Protovision. Perfekte Musik, um mit dem Ferrari durch die 80er zu fahren und sich Verfolgungsjagden mit der Polizei zu liefern.

No Ceremony Feelsolow

No Ceremony – Feelsolow
No Ceremony kommen aus England und verraten sonst nicht sehr viel über sich. Aber sie machen gute, düstere Musik. Feelsolow ist ein trostlose Ballade auf einem mitreißenden Beat.
Sehr gelungen ist auch der Remix des Berliner DJs Theatre Of Delays.

Pandr Eyez Again And Again

Pandr Eyez – Again And Again [DOWNLOAD]
Pandr Eyez fielen mir zuerst im Sommer 2011 mit dem schönen Little Bit und der folgenden EP auf. 2012 veröffentlichte das englisch-amerikanische Duo nur diese Single: Perfekter Pop auf einem hektischen Beat. Besonders schön, wenn man jemanden hat, den man immer und immer wieder sehen will.

Solange Losing You

Solange – Losing You
Nachdem ihre ersten Versuche für eine eigene Karriere nicht sonderlich erfolgreich waren, lebt Beyoncés kleine Schwester mittlerweile in der Hipstermetropole Williamsburg in Brooklyn und nimmt Songs mit dem Blood Orange-Sänger Dev Hynes auf. Auf der Leadsingle ihrer Comeback-EP True klingt sie, als wäre sie eher mit der 80er-Madonna verwandt.
Großartig ist auch der Cyril Hahn-Remix.

The Weeknd Trilogy

The Weeknd – Till Dawn (Here Comes The Sun)
Zur Feier der kommerziellen Wiederveröffentlichung seiner letztjährigen Mixtape-Trilogie nahm Abel Tesfaye aka The Weeknd drei neue Songs auf, die jeweils als Bonustrack an die einzelnen Werke gehaftet wurden. Die ersten Beiden sind eher überflüssig, aber das pompöse Till Dawn ist ein würdiger Abschluss eines der spannendsten Projekte der letzten Jahre.

The xx Coexist

The xx – Angels
Der beste Song des Jahres erzählt mit einfachen, aber effektiven Lyrics, wie zwei Liebende die Phase des Verknalltseins hinter sich lassen und eine ernsthafte Beziehung eingehen wollen. Dazu gibt es wie gewohnt minimalistische, aber wundervolle Musik und den tollen Gesang von Romy Madley Croft.

Hier geht’s zu den besten Songs der ersten Jahreshälfte.

Street Art: Girls, Girls, Girls
18. Dezember 2012

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Zwei stilistisch doch sehr unterschiedliche Mädchen kleben am S-Bahnbogen in der Burgstraße am Hackeschen Markt. Die Künstler sind SOON und SOBR.

Stadt: Bundesallee
13. Dezember 2012

Bundesallee Berlin

Die Bundesallee im Schneetreiben, vom S-Bahnhof Bundesplatz aus fotografiert. Im Hintergrund die Kirche Zum Guten Hirten am Friedrich-Wilhelm-Platz.

Musik: Jessie Ware – Sweet Talk (Cyril Hahn Remix)
12. Dezember 2012

Jessie Ware Devotion

Jessie Wares Debütalbum Devotion ist großartiger Pop, der tief in der aktuellen elektronischer Musik verwurzelt ist. Und so gibt es auch eine Reihe von größtenteils gelungenen Remixen ihrer Songs, die man auf ihrer Soundcloud-Seite bestaunen kann. Der neueste Streich ist diese entspannt-technoide Version von Sweet Talk. Der Track stammt von Cyril Hahn, der auch schon mit einem äußerst wohlgeratenen Remix von Solange Knowles Losing You auf sich aufmerksam gemacht hat.

Update: Der Song ist plötzlich von der Soundcloud-Seite genommen worden, aber man findet ihn noch bei Youtube:

Street Art: The Perfect Kiss
8. Dezember 2012

Street Art Berlin Kuss

Kussszene an einer Tür des ://about blank-Clubs am Markgrafendamm.

Musik: M83 – Wait
5. Dezember 2012

M83 Hurry Up We're Dreaming

M83s Album Hurry Up We’re Dreaming ist mittlerweile schon über ein Jahr alt, und jetzt gibt es endlich den Abschluss der Videotrilogie, die mit dem Clip zur  ersten Single Midnight City gestartet wurde. Es zeigte die Abenteuer einiger Kinder mit Superkräften, die, wie ich damals schon feststellte, an eine Mischung aus Heroes und Village Of The Damned erinnerten. Im Video zu Reunion wurde die Geschichte fortgesetzt, Wait ist jetzt der melancholische Abschluss.

Da das Einbinden von Dailymotion-Videos bei WordPress leider nicht klappt, einfach auf den Link klicken:

M83 ‚Wait‘ Official Video von TheCreatorsProject

Street Art: We Are An Image From The Future
3. Dezember 2012

Street Art Berlin

Großformatige politische Agitation am Markgrafendamm. Ein Aufruf zum gemeinsamen Aufstand von Arabern und Europäern gegen die herrschenden Verhältnisse.