Archive for April 2011

Stadt: Görlitzer Park
30. April 2011

Görlitzer Park Berlin
Der Görlitzer Park, für die meisten Berliner eine Selbst- verständlichkeit, ist noch verhältnismäßig jung. Er wurde erst Ende der 80er/Anfang der 90er auf dem Gelände des durch den Krieg stark beschädigten und durch den Mauerbau überflüssig gewordenen
Görlitzer Bahnhofs errichtet. Von der ehemaligen Eisenbahnnutzung zeugen nur noch ein paar Verwaltungsgebäude und Lokschuppen, in denen das Restaurant Edelweiß sitzt, und die ehemaligen Eisenbahnbrücken zur Lohmühle, die heute für Fußgänger über den Landwehrkanal bis nach Treptow führen.

Görlitzer Park Berlin

Görlitzer Park Berlin

Heute bietet der Park seinen zahlreichen Besuchern neben Liegewiesen, Spielplätzen und einem Grillplatz auch einen Kinderbauernhof, einen Fußballplatz, einen Aussichtshügel mit Rodelbahn und sogar einen kleinen See.

Görlitzer Park Berlin

Besonders dort, am südlichen Ende des Parks, vergisst man schnell, wie nah die Stadt eigentlich ist.

Görlitzer Park Berlin

Musik: Cults – Abducted
29. April 2011

Cults Abducted

Cults starteten als das Projekt von Brian Oblivion und Madeline Follin, sind aber mittlerweile zu einer fünfköpfigen Band angewachsen. Sie machen Musik, die stark an den Pop der 60er erinnert, wie in ihren Songs Oh My God oder You Know What I Mean. Zum Record Store Day, einen Aktionstag von Independent-Künstlern für kleine Plattenläden in den USA, bringen sie eine limitierte 7″-Platte mit einem neuen Song heraus. Aber Abducted ist so gut und mitreißend, dass das Lied sicherlich auch auf ihrem am 30. Mai erscheinenden Debütalbum zu finden sein wird.
Das Video besteht passenderweise aus recht bizarr wirkenden Ausschnitten des französischen Films Anna von 1967.

[vimeo http://www.vimeo.com/22490628]

Musik: Niki & The Dove – The Fox
28. April 2011

Niki & The Dove The Fox

Bitte nicht von dem wirklich scheußlichen Cover abschrecken lassen, dass ist ein verdammt guter Song. Die Schwedin Malin Dahlström aka Niki & The Dove erinnert mit ihrem Sound stark an Fever Ray, klingt aber nicht so düster wie diese und ist noch weitaus stärker an Kate Bush orientiert. Letztes Jahr erschienen die Singles DJ Ease My Mind und Mother Protect, beide sehr gut, leider wenig beachtet. Mittlerweile hat sie bei der amerikanischen Indie-Label-Institution Sub Pop unterschrieben und man kann nun hoffen, dass The Fox mehr Erfolg haben wird. Pitchfork hat einen kostenlosen Download.

Street Art: Kreuzberg
26. April 2011

Street Art Berlin

Willkommen in Kreuzberg. Ist nicht signiert, sieht aber stark nach dem Street-Art-Künstler MTO aus. Gefunden an der Mauer des Edelweiß im Görlitzer Park.

Street Art: Prisoner Of Time
22. April 2011

Street Art Berlin

Die Fesseln des modernen Menschen, hier großformatig dargestellt auf einer Brandmauer an der Baubrache Schlesische-/ Ecke Cuvrystraße.

Musik: Digitalism – 2 Hearts
20. April 2011

Digitalism 2 HeartsLange nichts mehr gehört von den Jungs. Digitalism waren einer der Höhepunkte des Electro-Hypes und ihr 2007er-Album Idealism ist immer noch eine der besten Techno-Platten, die ich kenne. Die beiden Hamburger mischten Daft Punk-Beats mit Indiegitarren und schufen damit einen Sound, der total in seine Zeit passte und trotzdem ihr Eigener war. Und für eine deutsche Band ist ein Song wie Pogo schon verdammt cool.
2 Hearts ist nun nach der im letzten Jahr etwas untergegangenen Single Blitz der zweite Vorbote des im Juni erscheinenden Album
I Love You, Dude. Klingt sehr vertraut, aber man muss einen perfekten Sound nicht immer weiter entwickeln. Und da der Song auch die Hymne der diesjährigen Ausgabe des Melt-Festivals ist, gibt es den Song auf deren Website zum Download und noch ein Video im Love Parade-1998-Stil oben drauf.

[vimeo http://www.vimeo.com/22548058]

Street Art: Malermeister
18. April 2011

Street Art Berlin

Am Besarinplatz habe ich zwar schon Street Art gefunden, aber diese malernden und mittlerweile auch hübsch dekorierten Priester/Rabbis/Schäfer hatte ich übersehen.  (Danke, Simon)

Street Art Berlin

Musik: The Cars – Sad Song
14. April 2011

The Cars Sad Song„Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist, kommen die Toten auf die Erde zurück“ hieß es einst in einem meiner Lieblings-Horrorfilme. Und dieser Ausspruch kann auch getrost als Motto für das 80er-Revival der letzten Jahre gelten. Und zusammen mit dem Look, dem Sound und den Fernsehserien kamen auch eine Reihe von Bands zurück, die ihre Blütezeit in diesem für die Popkultur so prägenden Jahrzehnt hatten. Die Resultate reichten von großartig über ok bis überflüssig.
Jetzt kehrt etwas verspätet mit The Cars eine Band zurück, die  seit 1990 wohl niemand mehr auf dem Schirm hatte. Sie waren damals vor allem in den USA erfolgreich, ihr größter internationaler Hit war das majestätische Drive vom 84er-Werk Heartbeat City.
Das wäre eigentlich alles nicht weiter erwähnenswert, wenn der Sad Song nicht so verdammt eingängig wäre:

Stadt: Gasometer Schöneberg
10. April 2011

Gasometer Schöneberg Berlin

Der Gasometer, ein ehemaliger Gasbehälter der GASAG, ist zwar seit den 90ern nicht mehr in Betrieb, trohnt mit seiner Höhe von 78 Metern aber weiterhin stolz über der Schöneberger Roten Insel.

Gasometer Berlin Schöneberg

Heute wird er als Veranstaltungsort genutzt. In den nächsten Jahren soll der Gasometer das Zentrum des Europäischen Energieforums der TU Berlin werden, in dem man sich mit alternativen Energien beschäftigt. Allerdings sollen auch Hotels, Geschäfte und ein Hochhaus entstehen, wogegen sich schon eine Bürgerinitiative gegründet hat.
Zu seinen Füßen befindet sich der kleine, hübsche Cheruskerpark, in dem man an einem wunderschönen Frühlingstag wie heute entspannen und der Jugend bei der sportlichen Betätigung zuschauen kann.

Gasometer Berlin Schöneberg

Musik: Frank Ocean – Swim Good
10. April 2011

Frank Ocean Nostalgia Ultra

Frank Ocean ist mit seinen 23 Jahren schon länger im Musikbusiness. Unter seinem Namen Christopher „Lonny“ Breaux schreibt er Songs für Justin Bieber oder John Legend, als Frank Ocean ist er Teil der Odd Future Wolf Gang, eines gerade extrem gehypten Rap-Kollektivs um das Ausnahmetalent Tyler, The Creator. Er hat aber nichts von dessen düster-paranoiden Sound, sondern macht sehr sonnigen R’n’B mit einem sehr positiven Menschenbild.
Seit er vor einem Jahr bei Def Jam unterschrieb, wurde er von dem HipHop-Traditionslabel solange ignoriert, bis er voller Frust seine Sachen packte und vor einigen Wochen das Mixtape Nostalgia, Ultra. kostenlos im Internet veröffentlichte. Und damit beweist, dass die Verantwortlichen bei dem Label taub und/oder unfähig sein müssen. Wer nicht in der Lage ist, einen derart fähigen Songschreiber und Sänger, der durchaus massentaugliche Musik macht, zu einer gelddruckenden Hitmaschine aufzubauen, darf sich nicht über weiter sinkende Plattenverkäufe beschweren.
Aber so bekommen wir ihn doch zu hören: Tolle Popsongs, teilweise über für ihn produzierten Beats, teilweise auf der Musik von Coldplay, Radiohead oder MGMT. Selbst American Wedding mit der viel zu oft gehörten Melodie von Hotel California funktioniert seltsamerweise großartig.
Der beste Song ist aber die Fluchtphantasie Swim Good, ein eingängiger Song auf einem treibenden Beat.

Hier gibt’s das Mixtape zum Download.

[vimeo http://vimeo.com/29087560]

Update (5.5.): Das Mixtape gibt es auf der Odd Future-Website.