Musik: Die 10 besten Songs 2010 – zweite Jahreshälfte

Headphones

Huch, schon wieder 6 Monate um. Hier die besten Songs des zweiten Halbjahres 2010:

Arcade Fire – Ready To Start
Mit Arcade Fire bin ich bisher noch nicht wirklich warm geworden, und auch auf ihrem neuen Album „The Suburbs“ gefallen mir nur einige Songs. Dieser dafür sehr: Die Single „Ready To Start“ ist ein gradliniger Rocker, eingängig und sogar tanzbar. Und ein Song, dessen Lyrics so angenehm an die Smiths erinnern, muss gut sein.

Clare Maguire – Ain’t Nobody (Breakage Remix)
Die beste Basslinie des Jahres stammt von dem Briten James Boyle aka Breakage.  Dieser kommt aus dem Dubstep, hat aber keine Berührungsängste mit Pop und verwandelt so die Powerballade Ain’t Nobody der Newcomerin Clare Maguire in ein Meer aus Bass und Synthies. Subwoofer aufdrehen und laut hören! (Download)

Crystal Castles – Not In Love (Single Version feat. Robert Smith)
Für die Veröffentlichung als Single nehmen Crystal Castles ihr Platinum BlondeCover noch einmal auf und verpflichten den Cure-Sänger Robert Smith für die Vocals. Heraus kommt ein großer Musikmoment zwischen Pop und Techno. (Download)

Glasser – Mirrorage
Glasser ist die amerikanische Sängerin Cameron Mesirow, die in diesem Jahr ihr Debütalbum Ring veröffentlicht hat. Die Single Mirrorage basiert auf einem komplexen Elektrobeat, der selbst als Instrumental noch extrem spannend wär.  Dazu singt sie zwar mit recht dünner Stimme, aber trotzdem ausdrucksstark über Vertrauen.

Janelle Monáe – Cold War
Über die Großartigkeit von Janelle Monáes Debütalbum „The ArchAndroid“ werde ich hier demnächst noch etwas schreiben. Hört bis dahin diesen fabelhaften Song!

Kanye West – Power
Kanye West mag ein unsymphatisches Großmaul mit übersteigertem Ego sein, ein exzellenter Produzent mit einem großartigen Gespür für Samples ist er trotzdem.  Und so bastelt er sich aus King Crimson, Afrojazz und seltsamer Afro-Disco-Musik die Hymne seines neuen Albums „My Beautiful Dark Twisted Fantasy“.

Norman Palm – Easy
Norman Palm lebt in Berlin und fiel mir 2007 zum ersten Mal mit seinem tollen Akustik-Cover von Boys Don’t Cry auf, das dem 1000fach gehörten Song noch neue Facetten abrang. Auch sonst gehört er eher in die traurige-Männer-mit-Gitarre-Kategorie, auch auf großen Teilen seines 2010er-Albums „Shore To Shore“. Dieser Song aber ist feinster Elektropop, mit treibenden Beat und vorsichtig optimistischem Text.

Robyn – U Should Know Better (feat. Snoop Dogg)
Der unterhaltsamste Song des Jahres kommt von der großartigen Robyn und dem HipHop-Altmeister Snoop Dogg. Relativ sinnfrei erzählen sich die Beiden auf einem mitreißenden Beat von ihren Reisen rund um die Welt und ihren Erlebnissen dabei. Und das man sich besser nicht mit ihnen anlegen sollte. Das sollte aber jedem auch schon vorher klar gewesen sein.

These New Puritans – Hologram
Falls jemand tatsächlich die neuen Muse sucht, wird er wahrscheinlich auf dem Album „Hidden“ der These New Puritans aus Essex fündig. Völlig übertriebene Siebenminüter mit Orchester und Chor, dafür ohne Ideen und Sinn, die dann als Pop meets Hochkultur verkauft werden. Was eine angenehme Abwechslung bietet da die dritte Single „Hologram“: ein kleiner, feiner Popsong, auf das Wesentliche reduziert. Nur das Video hat eindeutig zuviel Pathos.

Wir sind Helden – Bring mich nach Hause
Auch wenn das aktuelle Helden-Album sicher nicht jedermanns Erwartungen erfüllt hat und ihm auch die Hits fehlen, gute Songs können die vier Wahlberliner immer noch schreiben. Dieser ist das Highlight der Platte: Judith Holofernes klingt hier so verletztlich wie selten, während Piano und Keyboard eine wunderschön melancholische Melodie spielen.

Hier geht’s zu den 10 besten Songs des ersten Halbjahrs.

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