Musik: Zola Jesus – Night

Einer der überzeugendsten Auftritte auf dem Berlin Festival fand Freitag Abend vor relativ wenig Publikum im kleinsten Hangar statt. Nika Roza Danilova und ihre Bandmitglieder traten mit ihrem Projekt Zola Jesus auf und rockten auf einer knallhart eingestellten Soundanlage, die den Auftritt sehr intensiv machte, aber leider die brüchige Schönheit ihrer Songs wenig zur Geltung kommen ließ.

Die erst 21jährige Danilova ist gelernte Opernsängerin und kommt eigentlich aus der LoFi-Ecke, hat sich aber mit der Anfang des Jahres  veröffentlichten „Stridulum EP“ (benannt nach einem obskuren Horrorfilm aus dem Jahr 1979), einen neuen Sound verpasst, der sich wohl am ehesten als Synthie-Gothic beschreiben lässt.  Dunkle, fast wie Orgeln klingende Synthieflächen treffen auf passioniert vorgetragene Texte über Liebe und Verlangen.

Die EP erschien Ende August um drei Songs erweitert als „Stridulum II“  in Deutschland. Der Opener ist beide Male das wundervoll-schaurige Night, in dem Nika davon singt, am Ende der Nacht mit einer begehrten Person zusammen zu sein (ich bin mir nicht sicher, ob das für den/die Besungene wirklich eine gute Sache ist). Und dazu flüstern Dämonen. Mindestens.

Passend dazu gibt es ein düsteres Musikvideo mit allerlei lustigen Mummenschanz:

Download bei Pitchfork.

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