Archive for September 2010

Musik: Russ Chimes – Midnight Club EP
28. September 2010

Russ Chimes ist Teil des Valerie Collectives und steht damit für gepflegte elektronische Musik mit starkem 80er-Einschlag. Bis jetzt hat er aber nur ein paar eigene Tracks auf Blogs veröffentlicht und war vor allem als Remixer aktiv. Nun erscheint seine Debüt-EP „Midnight Club“ und er hat, um dafür  zu werben, drei Musikvideos drehen lassen. Diese erzählen aufeinander aufbauend eine gut anzusehende, hektisch geschnittene Kriminalgeschichte über Liebe, Verrat und Entführung.
Die Regie führte Saman Keshavarz, der schon für das wirklich sehenswerte Luv Deluxe-Video der Cinnamon Chasers verantwortlich war.

Part 1: Never Look Back

Part 2:  Tertre Rouge

Part 3: Targa

Musik: Familjen – När planeterna stannat
19. September 2010

Familjen ist der schwedischer Sänger und Produzent Johan T. Karlsson. War sein erstes Album Det Snurrar I Min Skalle noch eher Techno-beeinflusst, regiert auf dem im Mai diesen Jahres erschienenen „Mänskligheten“ der Pop. Und das wirklich gut. Den internationalen Erfolg verhindert eigentlich nur die Tatsache, dass er ausschließlich auf Schwedisch singt.

Die erste Single „När planeterna stannat“ kommt mit Gute-Laune-Video und Gratis-Download:

Musik: Zola Jesus – Night
12. September 2010

Einer der überzeugendsten Auftritte auf dem Berlin Festival fand Freitag Abend vor relativ wenig Publikum im kleinsten Hangar statt. Nika Roza Danilova und ihre Bandmitglieder traten mit ihrem Projekt Zola Jesus auf und rockten auf einer knallhart eingestellten Soundanlage, die den Auftritt sehr intensiv machte, aber leider die brüchige Schönheit ihrer Songs wenig zur Geltung kommen ließ.

Die erst 21jährige Danilova ist gelernte Opernsängerin und kommt eigentlich aus der LoFi-Ecke, hat sich aber mit der Anfang des Jahres  veröffentlichten „Stridulum EP“ (benannt nach einem obskuren Horrorfilm aus dem Jahr 1979), einen neuen Sound verpasst, der sich wohl am ehesten als Synthie-Gothic beschreiben lässt.  Dunkle, fast wie Orgeln klingende Synthieflächen treffen auf passioniert vorgetragene Texte über Liebe und Verlangen.

Die EP erschien Ende August um drei Songs erweitert als „Stridulum II“  in Deutschland. Der Opener ist beide Male das wundervoll-schaurige Night, in dem Nika davon singt, am Ende der Nacht mit einer begehrten Person zusammen zu sein (ich bin mir nicht sicher, ob das für den/die Besungene wirklich eine gute Sache ist). Und dazu flüstern Dämonen. Mindestens.

Passend dazu gibt es ein düsteres Musikvideo mit allerlei lustigen Mummenschanz:

Download bei Pitchfork.

Street Art: Tenno Akira
11. September 2010

Street Art Berlin Akira

Akira ist ein Kreuzberger Street-Art-Künstler, dessen Hauptziel es scheint, seinen eigenen Namen so bekannt wie möglich zu machen. Da ruft man sich dann schon mal zum Kaiser aus. Seinen Paul Breitner hatte ich hier schon, alle Werke sind in dem Bereich zwischen Yorck- und Kolonnenstraße zu finden.

Street Art Berlin Akira

Street Art Berlin Akira

Musik: Sufjan Stevens – Heirloom
5. September 2010

Sufjan Stevens ist ein amerikanischer Künstler mit einem unglaublichen Output. 10 Alben in 10 Jahren, ein Haufen EPs (z.B. fünf mit Weihnachtsliedern) und jetzt mit „All Delighted People“ die wahrscheinlich längste EP der Welt mit acht Songs in 60 Minuten.
Stevens ist in der Lage, sowohl große Hymnen wie auch unglaublich intime kleine Songs zu schreiben. Heirloom fällt in die zweite Kategorie, ein ruhiges, kleines Stück Musik mit einem unglaublich schönen Refrain.