Archive for Mai 2010

Street Art: Bad Day
25. Mai 2010

Superman landete etwas unglücklich vor dem Jüdischen Museum in Berlin und macht damit Werbung für die tolle Ausstellung Helden, Freaks und Superrabbis über jüdische Comiczeichner und ihren Einfluss auf das Medium.

Musik: M.I.A. – XXXO
22. Mai 2010

Mathangi „Maya“ Arulpragasam aka M.I.A. verbindet die Attitüde von Punk mit der Coolness von Hip-Hop, elektronische Musik mit Ragga-Anleihen und asiatischen Klängen, politische Agitation mit absoluter Tanzbarkeit. Die in Sri Lanka geborenene und im UK aufgewachsene Rapperin/Sängerin sprengt mit ihrem Sound Länder- und Genregrenzen und hatte mit der 2008-Single Paper Planes sogar einen echten Hit (Platz 4 in den USA). Im Juli erscheint ihr neues Album mit dem Titel „/\/\ /\ Y /\“ (Maya) und nach dem Suicide-sampelnden Teaser Born Free (mit Skandal-Video von Romain Gavras) erschien gerade die erste offizielle Single XXXO. Vom englischen Produzenten Rusko, der einst mit Dubstep-Frickeleien angefangen hat und demnächst am neuen Britney Spears-Album beteiligt sein wird, kommt ein packender Beat, auf dem M.I.A. über Liebe in Zeiten von Facebook und Twitter singt.

Street Art: Eisbär
15. Mai 2010

„Ich möchte ein Eisbär sein, am kalten Polar…“ oder an der Kreuzung Monumentenstraße/Kreuzbergstraße, die Temperaturen sind heute gefühlt ähnlich.

Musik: The Pains Of Being Pure At Heart – Higher Than The Stars
15. Mai 2010

Die Band mit dem wunderschönen Namen macht kleine, melancholische Popsongs mit hübschen Melodien. „Higher Than The Stars“ ist zwar schon ein bißchen älter, hat jetzt aber ein seltsames, gut gelauntes Video bekommen. Die neue Single Say No To Love gibt’s bei Off The Radar zum Download. Genau die richtige Musik für einen verregneten Sonnabend wie diesem.

Musik: The National – Bloodbuzz Ohio
14. Mai 2010

The National sind mir persönlich nur durch das freudlose Mistaken For Strangers vom 2007-Album Boxer aufgefallen, haben aber in den zehn Jahren ihres Bestehens eine solide Fanbasis aufgebaut. Gerade erschien ihr fünftes Album „High Violet“ und die Single Bloodbuzz Ohio. Viel positiver sind die Lyrics von Frontmann Matt Berninger nicht geworden, statt den Schmerzen des Erwachsenwerdens von „Mistaken For Strangers“ geht es jetzt um die Einsamkeit des Alters und das schwierige Verhältnis zu Heimat und Familie. Weltschmerz mit exzellenten Drums.

Street Art: C.R.E.A.M.
13. Mai 2010

Das Treffen zweier Musiklegenden: Ein Wu-Tang-Zitat zur Huldigung des Man In Black. Gefunden in der Nähe des Hauptbahnhofs von Szczecin. (Danke, Biene!)

Stadt: Tempelhofer Park
8. Mai 2010

Der Tempelhofer Park ist eröffnet. Zumindest theoretisch, ich hatte anfangs doch Probleme, das Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof zu betreten. Wegen begleitender Proteste linker Gruppen sahen alle Haupteingänge etwa so aus:

Aber durch einen Seiteneingang ging es dann doch auf das durchaus imposante Gelände. Zur Eröffnung gab es ein größeres Volksfest, aber für den täglichen Gebrauch fehlen die Attraktionen. Letztendlich ist es eine riesige, baumlose Wiese und in seinem aktuellen Zustand ist der Park lediglich für Jogger, Inline-Skater und Biker interessant. Wo hat man schon solch riesige Fahrradwege?

Aber die Berliner werden schon Wege finden, diesen Park spannend zu gestalten.

Update: Hier gibt es das Konzept des Senates für Tempelhof. Sie wollen die Ränder bebauen und die Wiese teilweise neu gestalten.

Street-Art: Kampfroboter
2. Mai 2010

Kampfroboter sind per Definition cool. Ein besonders prächtiges Exemplar befindet sich in der Oranienstraße in Kreuzberg.

Musik: HEALTH – USA Boys
1. Mai 2010

Die Musik von HEALTH ist das Lauteste, Verstörenste und Intensivste, was ich seit langer Zeit gehört habe. Wärend Sänger Jake Duzsik steht so klingt, als wäre er gar nicht richtig da, arbeiten seine drei Mitstreiter hart wie die Heizer im Maschinenraum eines Ozeandampfers. Dazu kommen innovativ-blutige Videos und eigene Fashion. Aber neben den experimentellen Rocksongs hatte die Band auch immer eine Vorliebe für den Dancefloor und deshalb ihr Debüt zu dem Remix-Album HEALTH//DISCO verarbeiten lassen, dessen prominentester Track die Crystal Castles-Version von Crimewave war.
Im Sommer erscheint der Nachfolger ::DISCO2 und neben Remixen von Songs ihres zweiten Albums „Get Color“ durch Acts wie Crystal Castles, Javelin oder Pictureplane enthält es auch einen neuen Song der Band: USA Boys setzt statt Gitarrenverzerrungen auf opulente Synthies und besitzt trotzdem die HEALTH-typische Intensität.

Download USA Boys & In Heat (Javelin Remix) via Pitchfork