Archive for April 2010

Musik: Robyn – Dancing On My Own
23. April 2010

Der größte Popstar Schwedens bringt erstmals seit den gefühlt 17 Re-Releases ihres selbstbetitelten, absolut phantastischen 2005er Albums eine neue Platte heraus. „Body Talk Pt. 1“ erscheint im Juni und wird zwar nur 8 Tracks haben, aber hey, keine Sorge, es folgen noch zwei weitere Alben in diesem Jahr. Die ersten Songs geistern schon seit ein paar Wochen durch das Internet: Die Diplo-Produktion Dancehall Queen, das 80er-Jahre-Vocoder-Fest Fembot und die bedrohlich blubbernde Musikbusiness-Abrechnung None Of Dem mit Röyksopp.

Nun folgt der Song, der die erste offizielle Single sein wird. Dancing On My Own wurde von Kleerup, ihrem Kooperationspartner beim UK-Nummer 1-Hit With Every Heartbeat, produziert und folgt den selben Techno-trifft-Popsong-Regeln, ohne eine Kopie zu sein. Ein schönes Lied, und vielleicht ist ihr damit endlich auch mal in Deutschland ein bißchen Charterfolg vergönnt.

Street-Art, Stadt: Turmkunst
23. April 2010

Der Bierpinsel ist ein seltsam anmutendes Relikt der 70er-Jahre-Moderne zwischen Autobahn und Schloßstraße in Berlin-Steglitz. Früher ein Restaurant, stand er jetzt einige Jahre leer. Um ihn wieder zu beleben (und Werbung für die danach einziehende „gehobene Gastronomie“ zu betreiben), findet von Anfang April bis Mitte Mai eine interessante Aktion statt. Street-Art-Künstler bemalen den Turm von außen und im Inneren gibt es ein Kunstkaffee mit Galerie. Dort stellen moderne Künstler aus, die Werke sind auch käuflich erwerblich (allerdings weit außerhalb meines Budgets). Dazu gibt es Kurse für Street-Art-Einsteiger. Weitere Informationen findet man auf der offiziellen Website der Aktion.

Street Art: Spätrömische Dekadenz
21. April 2010

Die unterhaltsame HartzIV-Diskussion ist ja leider schon wieder vorbei, aber die FDP startet bestimmt bald eine neue. Westerwelles Argumente noch einmal zusammengefasst gibt es hier auf einer Hauswand in der Riemannstraße in Kreuzberg.

Street-Art: Cité Noire
18. April 2010

Kampfroboter versus Blumenmädchen an einer Tür in der Zossener Straße.

Stadt: Frühling
18. April 2010

Es ist endlich Frühling in Berlin! Der Wasserfall auf dem Kreuzberg läuft wieder, und die Sonnenbadenden bevölkern wieder die Parks.

Musik: Crystal Castles – Celestica
18. April 2010

Meine Helden von Crystal Castles bringen im Juni endlich den Nachfolger ihres großartigen Debütalbums heraus. Als Teaser gibt es einen tollen neuen Remix ihres 2007-Tracks Crimewave, der wiederrum ein Remix des gleichnamigen HEALTH-Songs war; und die beiden Singles Doe Deer & Celestica. Die Erstere ist eine limitierte 12″, die es nur zum gestrigen „Record Store Day“ gab, die Zweite gibt’s seit gestern zumindest im UK als Download Single. Und während Doe Deer in der besten Crystal Castles-Geschrei über Bass-Tradition aufgenommen wurde, ist Celestica eine echte Weiterentwicklung. Ein verträumter, 80er-inspirierter Fast-Popsong, der trotzdem genau nach dieser Band klingt. Leider muss man für den Rest des Albums noch bis Juni warten.

Download Crystal Castles – Crimewave (Midnight Conspiracy Remix) via Off The Radar

Street-Art: Cops
13. April 2010



Ein kreativer Protest gegen die Verfolgung von Straßenkünstlern (falls es diese gibt). Fotografiert in der Kreuzbergstraße.

Musik: Newislands – Out Of Time
11. April 2010

Newislands ist das neue Projekt von David Jones, dem Ex-Sänger der relativ erfolglosen englischen Indie-Band The Departure. Statt 80er-inspirierten Rock gibt es nun 80er-inspirierten Electro-Pop, und zwar von der absolut großartigen Sorte. Out Of Time ist die Debütsingle, das Album soll demnächst folgen.

Street Art: Frankenstein
5. April 2010

Frankensteins Monster erschreckt Menschen, die sich in den hinteren, zu Mitte gehörenden Teil der Adalbertstraße verlaufen.

Stadt: Ausbau der A100
4. April 2010

Mit einem Verkehrskonzept wie aus den 60er Jahren wollen Bund und Senat die Berliner Stadtautobahn A100 von Neukölln bis zum Treptower Park verlängern. Statt darauf einzugehen, dass gerade in den Innenstadtbezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg immer weniger Wege mit dem Auto gemacht werden, will man eine Blechlawine auf die Kieze rings um das Ostkreuz zurollen lassen, die die dortigen Straßen niemals verarbeiten können. Und niemand weiß, ob und wann die Weiterführung zur Frankfurter und Landsberger Allee kommt.
Modern wäre ein Verkehrskonzept, dass einen ertragbaren Autoverkehr mit dem weiteren Ausbau von ÖPNV, Fahrradspuren und Erleichterungen für Fußgänger kombiniert. Und auch wenn es dringend nötig ist, die Verbindungen zwischen dem Ost- und Westteil der Stadt auszubauen, bringt eine Verlagerung der Nadelöhre um einige Kilometer ostwärts niemanden etwas. Kostet dafür 420 Millionen Euro für 3,2 Kilometer (10% der Kosten muss Berlin tragen).
Weitere gute Argumente gegen den Bau finden sich bei der Bürgerinitiative BISS und beim BUND. Der Protest oben ist in der Pfarrstraße in Lichtenberg zu finden.