Seit heute hat Berlin einen Park mehr: Der Park am Gleisdreieck wurde auf dem Gelände des ehemaligen Anhalter Güterbahnhofs teilweise eröffnet. Dieser wurde im Krieg zerstört und hinterließ eine riesige Brache mitten in der Stadt. Schon seit den 70er Jahren forderten Anwohner, hier einen Park zu errichten. Aber erst jetzt konnte er durch Ausgleichszahlungen von Investoren am Potsdamer und Leipziger Platz finanziert werden. Der freigegebene Teil ist der Ostpark, er wird in den nächsten Jahren noch nach Westen und Süden erweitert.
Da die Museumsbahn, die das Technikmuseum mit seinem Bahndepot an der Monumentenbrücke verbindet, in das Gelände integriert werden musste, ist es wahrscheinlich der einzige Park mit eigener Bahnstrecke.
Leider ist wenig von der Wildheit des Geländes geblieben, dass sich die Natur vorher über 50 Jahre lang nahezu ungestört zurückerobert hatte. Im Fichtenwäldchen bekommt man eine Idee, wie es vorher dort aussah.
Hoffentlich bleibt auf der großartigen Brache südlich der Yorckstraße, auf der ab 2013 der anschließende Flaschenhalspark errichtet wird, möglichst viel von der gewachsenen Vegetation und den zahlreichen Eisenbahn-Relikten erhalten.




